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Ausbildungsrichtlinien für Ärzte und Zahnärzte

  1. Ausbildung
    Gemäß den Satzungen der Internationalen Ärztegesellschaft für Applied Kinesiology (IMAK) liegt ihre Hauptaufgabe auf dem Gebiet der AK-Ausbildung für Ärzte und Zahnärzte.
    Ziel der Ausbildung ist das fundierte Erlernen der klassischen AK als Diagnoseinstrument und die Integration in die ärztliche/zahnärztliche Praxis. Den Abschluß der Ausbildung bildet das A-Diplom, welches die Grundlage zur Erlangung des AK-Zertifikats öserreichischer Landesärztekammern darstellt.

  2. Haftungsauschluss
    Alle AK-Ausbildungseminare werden freibleibend und ohne jeglichen Haftungsanspruch angeboten. Sollten Verzögerungen, Verhinderungen oder sonstige unvorhersehbare Ereignisse die Durchführung der Kurse verhindern, besteht kein Rechtsanspruch seitens der Teilnehmer; bereits bezahlte Kursgebühren werden zurückerstattet. Jeder weitergehende Anspruch ist ausgeschlossen. Kurse, die wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfallen müssen, sollen bis spätestens 2 Wochen vor Kursbeginn abgesagt werden.
    Die Kursveranstalter übernehmen keine Haftung für die Anwendung von in den medizinischen Fachgesellschafen gelehrten Techniken durch Therapeuten, die nicht den notwendigen medizinischen Ausbildungsnachweis (z. B. in Chirotherapie) besitzen. Die Ausbildng in Applied Kinesiology stellt keinen Ersatz für diese Ausbildungen dar.

  3. Ausbildungsdauer
    Die Ausbildung zum A-Diplom umfasst für Äsrzte und Zahnärzte 200 Unterrichtsstunden, welche in Einzel- oder/und Wochenseminaren absolviert werden können; außerdem sind insgesamt 3 Tage Hospiation bei einem ICAK-Diplomate oder IMAK-Dozenten vorgeschrieben, die nach frühestens 100 Stunden absolviert werden sollen. Die Prüfung zum A-Diplom besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.

  4. Fortbildung und Qualitätssicherung
    Nach Abschluss des Curriculums und erfolgter Prüfung zum A-Diplom besteht die Verpflichtung zur regelmäßigen Weiterbildung in Applied Kinesiology. Hierzu sind innerhalb von 2 Jahren mindestens 20 Stunden Fortbildung zu absolvieren. Anrechenbare Fortbildungen sind den regelmäßigen Informationen der IMAK zu entnehmen.
    Die erfolgreiche Absolvierung des A-Diploms und der Nachweis der regelmäßigen Fortbildung sind Grundlage für die Empfehlung gegenüber Patienten und der Bekanntgabe der praxisrelevanten Daten auf der Webseite der IMAK. Wird die erfolgte Fortbildung vom Arzt bzw. Zahnarzt nicht gegenüber IMAK nachgewiesen, erfolgt die Streichung aus den Patientenempfehlungen.

  5. Kursreihenfolge
    Da mit der AK sowohl neuromuskuläre Phänomene als auch das System der Grundregulation untersucht werden, gestaltet sich die Ausbildung in AK sehr komplex. Sie umfasst Bereiche wie Manuelle Medizin, Zahnheilkunde Orthomolekulare Medizin, aber vor allem auch eine Vielzahl von naturheilkundlichen/komplementärmedizinschen Verfahren. Deshalb ergeben sich nach Absolvierung der Grundkurses für unterschiedliche Facharztberufe und je nach komplementärmedizinischer Vorbildung differenzierte Empfehlungen für die Kursreihenfolge.

Grundkurse
Für alle ärztlichen und zahnärztlichen Facharztrichtungen und unabhängig von der Vorbildung in komplementärmedizinischen Verfahren ist der Kurs AK E und anschließend AK M1/MU zu absolvieren.
Achtung: Anstelle der Kurses MU wird der Untersuchungskurs einer manualtherapeutischen Schule anerkannt!

Für Ärzte
Die Kurse Orthomolekulare Medizin und Gastroenterologie liefern aus diesen Fachgebieten das Grundlagenwissen für die moderne ärztliche AK.
Dabei darf das in der Praxis so erfolgreiche manuelle Behandlungskonzept - gelehrt in den Kursen Stomatognathes System, M2 und M3 - keinesfalls vernachlässigt werden.
Manualmedizinisch tätigen KollegInnnen empfehlen wir durchaus, nach den Grundkursen mit den weiteren manuellen Kursen - SS/OO, M2, M3 usw. - fortzufahren.
Nach diesen Kursen wird im Kurs AK 1 das Detailwissen zusammengeführt und praxisnah demonstriert. Wer aber umgekehrt den AK 1 gleich nach den Grundkursen als Übersichtskurs belegen will, kann dies gerne tun - doch können wegen der Fülle der Lehrinhalte in den Einzelkursen diese nicht alle auch gleichzeitig im AK 1 detailliert abgehandelt werden.
Erst jetzt empfiehlt sich wegen der komplexen Zusammenhänge der Kurs Hormonelle Regulation.
AK 2 ist - auf Fortgeschrittenen-Niveau - der praxisbezogene, zusammenfassende Kurs vor dem Prüfungskurs. Hier werden nochmals Praxisfälle vorgestellt und die Möglichkeit zur Diskussion der breiten Differentialdiagnostik mit AK geboten.

Die Zusatzkurse können je nach Ausbildungsstand und Interesse absolviert werden, wobei aber die jeweiligen Voraussetzungen zu beachten sind!

Pflichtkurse ärztliche Ausbildung


Für Zahnärzte, Kieferorthopäden und Kieferchirurgen
Nach dem AK E empfiehlt sich auch für Zahnärzte der Kurs M1 in Verbindung mit dem manuellen Untersuchungskurs, um unser entscheidendes Messinstrument - den Muskeltest - zu perfektionieren und gleichzeitig die Grundlagen für die strukturell ausgerichteten zahnärztlichen Kurse zu schaffen.
AKMT 1 bringt die Grundlagen des Meridiansystems, soweit sie für die AK in jeder Praxis notwendig sind - v.a. für die Herdtestung und Differentialdiagnostik.
Der Kurs OM beinhaltet die Grundlagen für das Verständnis des Säure-Basen-Haushaltes und neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Paradontalerkrankungen, Allergien, Unverträglichkeiten und Schwermetallbelastungen.
Basierend auf diesen Grundlagen werden im Kurs Dental 1 die wichtigsten "internistisch-dentalen" Themen und die gesamtzahnärztliche Differentialdiagnostik detailliert und praxisnah behandelt:

  • Materialtestung
  • Herddiagnostik und -therapie
  • Schwermetallbelastungen und Therapiemöglichkeiten
  • Paradontalerkrankungen
  • Craniomandibuläre Dysfuntktionen

Der strukturelle Aspekt der Zahnheilkunde wird dann in den Kursen SS/OO, M2 und Dental 2 gelehrt, während die Kurse AK GE und AK 1 für Zahnärzte die Verbindung zur Allgemeinmedizin herstellen. Dies ist wichtig, weil letztlich die Mundhöle den Beginn des Magen-Darmtraktes darstellt.

Diese Kurse sind auch Bindeglieder für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, Ärzten und Physiotherapeuten. Selbstverständlich können auch Zahnärzte die übrigen ärztlichen und manualmedizinischen Kurse zusätzlich besuchen, wobei aber die jeweiligen Voraussetzungen zu beachten sind!

Schema Ausbildung für zahnärztliche Berufe