| Ausbildungsrichtlinien für Ärzte und Zahnärzte
- Ausbildung
Gemäß den Satzungen der Internationalen Ärztegesellschaft
für Applied Kinesiology (IMAK) liegt ihre Hauptaufgabe auf dem
Gebiet der AK-Ausbildung für Ärzte und Zahnärzte.
Ziel der Ausbildung ist das fundierte Erlernen der klassischen AK als
Diagnoseinstrument und die Integration in die ärztliche/zahnärztliche
Praxis. Den Abschluß der Ausbildung bildet das A-Diplom, welches
die Grundlage zur Erlangung des AK-Zertifikats öserreichischer
Landesärztekammern darstellt.
- Haftungsauschluss
Alle AK-Ausbildungseminare werden freibleibend und ohne jeglichen Haftungsanspruch
angeboten. Sollten Verzögerungen, Verhinderungen oder sonstige
unvorhersehbare Ereignisse die Durchführung der Kurse verhindern,
besteht kein Rechtsanspruch seitens der Teilnehmer; bereits bezahlte
Kursgebühren werden zurückerstattet. Jeder weitergehende Anspruch
ist ausgeschlossen. Kurse, die wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausfallen
müssen, sollen bis spätestens 2 Wochen vor Kursbeginn abgesagt
werden.
Die Kursveranstalter übernehmen keine Haftung für die Anwendung
von in den medizinischen Fachgesellschafen gelehrten Techniken durch
Therapeuten, die nicht den notwendigen medizinischen Ausbildungsnachweis
(z. B. in Chirotherapie) besitzen. Die Ausbildng in Applied Kinesiology
stellt keinen Ersatz für diese Ausbildungen dar.
- Ausbildungsdauer
Die Ausbildung zum A-Diplom umfasst für Äsrzte und Zahnärzte
200 Unterrichtsstunden, welche in Einzel- oder/und Wochenseminaren absolviert
werden können; außerdem sind insgesamt 3 Tage Hospiation
bei einem ICAK-Diplomate oder IMAK-Dozenten vorgeschrieben, die nach
frühestens 100 Stunden absolviert werden sollen. Die Prüfung
zum A-Diplom besteht aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung.
- Fortbildung und Qualitätssicherung
Nach Abschluss des Curriculums und erfolgter Prüfung zum A-Diplom
besteht die Verpflichtung zur regelmäßigen Weiterbildung
in Applied Kinesiology. Hierzu sind innerhalb von 2 Jahren mindestens
20 Stunden Fortbildung zu absolvieren. Anrechenbare Fortbildungen sind
den regelmäßigen Informationen der IMAK zu entnehmen.
Die erfolgreiche Absolvierung des A-Diploms und der Nachweis der regelmäßigen
Fortbildung sind Grundlage für die Empfehlung gegenüber Patienten
und der Bekanntgabe der praxisrelevanten Daten auf der Webseite der
IMAK. Wird die erfolgte Fortbildung vom Arzt bzw. Zahnarzt nicht gegenüber
IMAK nachgewiesen, erfolgt die Streichung aus den Patientenempfehlungen.
- Kursreihenfolge
Da mit der AK sowohl neuromuskuläre Phänomene als auch
das System der Grundregulation untersucht werden, gestaltet sich die
Ausbildung in AK sehr komplex. Sie umfasst Bereiche wie Manuelle Medizin,
Zahnheilkunde Orthomolekulare Medizin, aber vor allem auch eine Vielzahl
von naturheilkundlichen/komplementärmedizinschen Verfahren. Deshalb
ergeben sich nach Absolvierung der Grundkurses für unterschiedliche
Facharztberufe und je nach komplementärmedizinischer Vorbildung
differenzierte Empfehlungen für die Kursreihenfolge.
Grundkurse
Für alle ärztlichen und zahnärztlichen Facharztrichtungen
und unabhängig von der Vorbildung in komplementärmedizinischen
Verfahren ist der Kurs AK
E und anschließend AK
M1/MU zu absolvieren.
Achtung: Anstelle der Kurses MU wird der Untersuchungskurs einer manualtherapeutischen
Schule anerkannt!
Für Ärzte
Die Kurse Orthomolekulare
Medizin und Gastroenterologie
liefern aus diesen Fachgebieten das Grundlagenwissen für die moderne
ärztliche AK.
Dabei darf das in der Praxis so erfolgreiche manuelle Behandlungskonzept
- gelehrt in den Kursen Stomatognathes System, M2
und M3 - keinesfalls vernachlässigt
werden.
Manualmedizinisch tätigen KollegInnnen empfehlen wir durchaus, nach
den Grundkursen mit den weiteren manuellen Kursen - SS/OO,
M2, M3
usw. - fortzufahren.
Nach diesen Kursen wird im Kurs AK
1 das Detailwissen zusammengeführt und praxisnah demonstriert.
Wer aber umgekehrt den AK 1 gleich nach den Grundkursen als Übersichtskurs
belegen will, kann dies gerne tun - doch können wegen der Fülle
der Lehrinhalte in den Einzelkursen diese nicht alle auch gleichzeitig
im AK 1 detailliert abgehandelt werden.
Erst jetzt empfiehlt sich wegen der komplexen Zusammenhänge der Kurs
Hormonelle Regulation.
AK 2 ist - auf Fortgeschrittenen-Niveau
- der praxisbezogene, zusammenfassende Kurs vor dem Prüfungskurs.
Hier werden nochmals Praxisfälle vorgestellt und die Möglichkeit
zur Diskussion der breiten Differentialdiagnostik mit AK geboten.
Die Zusatzkurse können je nach Ausbildungsstand und Interesse
absolviert werden, wobei aber die jeweiligen Voraussetzungen zu beachten
sind!
Pflichtkurse ärztliche Ausbildung
Für Zahnärzte, Kieferorthopäden und Kieferchirurgen
Nach dem AK E
empfiehlt sich auch für Zahnärzte der Kurs M1
in Verbindung mit dem manuellen
Untersuchungskurs, um unser entscheidendes Messinstrument - den Muskeltest
- zu perfektionieren und gleichzeitig die Grundlagen für die strukturell
ausgerichteten zahnärztlichen Kurse zu schaffen.
AKMT 1 bringt die Grundlagen
des Meridiansystems, soweit sie für die AK in jeder Praxis notwendig
sind - v.a. für die Herdtestung und Differentialdiagnostik.
Der Kurs OM beinhaltet
die Grundlagen für das Verständnis des Säure-Basen-Haushaltes
und neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Paradontalerkrankungen,
Allergien, Unverträglichkeiten und Schwermetallbelastungen.
Basierend auf diesen Grundlagen werden im Kurs Dental
1 die wichtigsten "internistisch-dentalen" Themen und die
gesamtzahnärztliche Differentialdiagnostik detailliert und praxisnah
behandelt:
- Materialtestung
- Herddiagnostik und -therapie
- Schwermetallbelastungen und Therapiemöglichkeiten
- Paradontalerkrankungen
- Craniomandibuläre Dysfuntktionen
Der strukturelle Aspekt der Zahnheilkunde wird dann in den Kursen SS/OO,
M2 und Dental
2 gelehrt, während die Kurse AK
GE und AK 1 für
Zahnärzte die Verbindung zur Allgemeinmedizin herstellen. Dies ist
wichtig, weil letztlich die Mundhöle den Beginn des Magen-Darmtraktes
darstellt.
Diese Kurse sind auch Bindeglieder für die interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Zahnärzten, Ärzten und Physiotherapeuten.
Selbstverständlich können auch Zahnärzte die übrigen
ärztlichen und manualmedizinischen Kurse zusätzlich besuchen,
wobei aber die jeweiligen Voraussetzungen zu beachten sind!
Schema Ausbildung für zahnärztliche Berufe
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